Medienmechanismus: Der Boulevard als Brandbeschleuniger

bildschirmfoto-2016-09-21-um-14-15-00Gestern: die mediale Diskussion über die Qualität der Schweizer Medien – unter anderem mit einer vielsagenden Aktion „Wir zeigen Ihnen, wie wir arbeiten“ des Tagesanzeigers (Tamedia-Mediengruppe), welche ein Kollege als „verzweifelten Versuch, mehr Glaubwürdigkeit zu erhalten“ bezeichnet.

Heute: Ein schönes Beispiel zur Praxis, zu den real existierenden Mechanismen der Schweizer Medienlandschaft:

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Warum Russland einen Frieden in Syrien braucht

Soldat syrische Armee; Bild: gazeta.ru/TASS

Ich poste einen Hammer-Artikel  der russischen Online-Publikation gazeta.ru, welche ein unschönes Schlaglicht auf  die Qualität der syrischen Regierungsarmee wirft.
Damit versteht man besser, warum Russland einem Waffenstillstand zugestimmt hat, obwohl eigentlich Vieles auf weitere militärische Fortschritte der russisch-unterstützen Assad-Armee hingedeutet hat.

Was den Artikel speziell interessant macht: Es ist mit Sicherheit kein amerikanisches Propagandastück. Der Autor ist ein pensionierter russischer Oberst, der keineswegs in Ungnade gefallen ist.

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Eine wissenschaftlich verbrämte Ideologie regiert die Welt

Die wissenschaftliche Basis des Neoliberalismus , welche nicht nur an allen Universitäten weltweit gelehrt wird, sondern auf deren „Gesetze“ global auch alle wichtigen politischen Entscheide gefällt werden, ist die Neoklassik. Um ihre Wissenschaftlichkeit und die defacto naturgesetzliche Gültigkeit ihrer zentralen Dogmen zu belegen, benutzt die Neoklassik gerne mathematische Modelle.

Einer der bekanntesten Kritiker der Neoklassik im deutschsprachigen  Raum ist  Claus Peter Ortlieb, inzwischen emeritierter Mathematikprofessor in Hamburg. Er bezeichnet die Neoklassik schlicht als „mathematisierte Scharlatanerie“ und eine wissenschaftlich verbrämte Ideologie. Continue reading

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Neoklassik als Weltreligion

Als Ergänzung zum vorangehenden Artikel „Eine wissenschaftlich verbrämte Ideologie regiert die Welt“ poste ich hier den schon alten, aber immer noch gültigen Aufsatz von Michael Krätke„Neoklassik als Weltreligion“, weil ich in nächster Zeit wohl öfter darauf zurückgreifen werde.

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Deutschland ist Europa ist Deutschland

Grad jenseits der Grenze: Deutschland, die Zukunft Europas

Deutschland, von meinem Arbeitszimmer aus gesehen

„German Europe or European Germany?“ Hugo Drochon hat für Project Syndicat (PS) ein hervorragendes Stück über Deutschland, respektive die Zukunft Europas geschrieben. Deutschland IST die Zukunft Europas, ist Drochons These, im Guten wie im Schlechten.

Brexit, together with Merkel’s decision to admit more than a million migrants from Syria and elsewhere in the greater Middle East (partly to repair the reputational damage Germany suffered as a result of its stance toward Greece), has made Germany’s choice both clearer and more urgent. Germany can either regard Europe as a projection of German power politics, as it did in the first half of the twentieth century, or it can fulfill the post-1945 goal of self-dissolution into a truly European federal entity.

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Sport: Der Nationalismus feiert Urständ

Zuerst die Fussball-Europameisterschaft, jetzt die Olympischen Spiele. Meine Abneigung gegenüber Nationalhymnen und Nationalflaggen hat sich inzwischen zur Phobie gesteigert.
Nirgends feiert der Anachronismus des Nationalismus fröhlichere Urständ als im Sport. Ganz unpolitisch liegt „die wichtigste Nebensache der Welt“ einmal mehr im Bett mit den Nationalisten.

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Atomfreundliche Umweltaktivisten

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Ein irritierendes Phänomen aus der angelsächsischen Welt nähert sich dem deutschsprachigen Raum: „Pro-nuclear Environmentalism“, atomfreundlicher Umweltschutz.

Gestern haben in Kalifornien Umweltaktivisten vom „March for Environmental Hope“ den Eingang zur Greenpeace-Zentrale in San Francisco blockiert, um gegen die Schliessung des letzten Atomkraftwerks Diablo Canyon in Kalifornien zu protestieren.

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Es ist Krieg. Jetzt, ständig. Schaut hin.

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Natürlich MUSS man sich das nicht antun. Doch ich finde, man sollte. Schaut hin: Es herrscht Krieg, grad jetzt. zum Beispiel in „Nahost“, in Syrien, im Iraq. Er ist real, nicht einfach eine News in der Tagesschau. Schaut euch das Video von Vice an:

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Die Heiligen Kühe des Neoliberalismus werden geschlachtet: Globalisierung

Jeffrey Immelt, CEO General Electric, Referat 20.5.2016 NYU’s Stern School of Business

Jeffrey Immelt, CEO General Electric, Referat 20.5.2016 NYU’s Stern School of Business

Der Neoliberalismus demontiert sich selbst. Die Forschungsabteilung des IWF glaubt, dass der Liberalismus „überverkauft“ sei und nicht die erhofften Resultate liefere. Und jetzt wird auch eine der Heiligen Kühe der herrschenden Ideologie geschlachtet, die Globalisierung: „Es Zeit für eine heftige Wende in Sachen Globalisierung“, sagt Jeffrey Immelt.

Der oberster Boss von General Electric, eine der grössten Multinationalen Firmen der Welt , hat entschieden: „Wir werden (unsere Produktion) lokalisieren.“ Das heisst, GE will künftig zwar weiter global agieren, aber wenn immer möglich dort produzieren, wo die Firma ihre Produkte auch verkauft.

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Wo bleibt die „liberale“ Vision der Zukunft?

Theater Basel "Grundeinkommen"

Debatte Theater Basel 2. Mai 2016: „Lange Nacht des Grundeinkommens“

Die Initiative für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) wird wohl am kommenden Wochenende im besten Fall 30 Prozent der Stimmen erhalten.

Auf den ersten Blick scheint die Strategie des herrschenden Establishments in Politik und Wirtschaft zum Umgang mit der Inititative – ignorieren, möglichst nicht darüber reden – aufgegangen zu sein.
Und trotzdem bin ich überzeugt, die wahren „Sieger“ sind die Initianten.

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