"Die geheime Verbindung zwischen Kriminalität und Sport"

Am 2. Juli 1994 wurde Andrés Escobar vor einer Bar in Medellín mit sechs Schüssen getötet. Wenige Tage zuvor hatte der 27-jährige Verteidiger im 2. Vorrundenspiel der Fussballweltmeisterschaft in den USA ein Eigentor geschossen.
Es ist schon viel geschrieben worden über die Geschichte des tragischen Fussballstars, der einst (1989) auch bei den Young Boys in der Schweiz spielte. Jetzt gibt es einen neuen, offenbar ganz besonders faszinierenden Film, der spannene Zusammenhänge zeigt: „The Two Escobars.“ Die (indirekte) Verbindung zwischen dem Fussballstar Andres und dem Drogenkönig Pablo Escobar, auch wenn die beiden trotz gleichen Familiennamens nicht verwandt waren. Der Film zeigt die Zusammenhänge zwischen der organisierten Kriminalität, dem Sport und dem Nationalismus am Beispiel Kolumbiens.
Der US-Sportsender hat den Film der Brüder Michael (rechts) and Jeffrey Zimbalist (links) (Bild oben ESPN) während der Fussball-WM in Südafrika ein erstes Mal ausgestrahlt. Erneut zu sehen ist er bei ESPN am 10. und 17. Oktober. „A must-see“.

Hier ist der offizielle ESPN-Trailer.

Die Homepage der ESPN-Sendung „30for30“ bietet weitere Infos udn Videos zum Thema (es braucht 12 Sekunden Geduld, bis der Werbevorspann vorbei ist):

Das neue Film-Magazin von Al-Jazeera „The Faboulous Picture Show“ geht auch ausführlich auf den neuen Film ein. Insbesondere zeigt sie auch eine Podiumsveranstaltung mit den beiden Filmemachern Zimbalist:

Uebrigens, auch sehenswert die ausführliche Reportage des briischen fernseh-Autors Richard Sanders „The Own Goal“. Zu finden hier.

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One Response to "Die geheime Verbindung zwischen Kriminalität und Sport"

  1. Anonymous says:

    Andrea, ich finds super, dass du unliebsamen Zusammenhängen im Sport auf der Spur bleibst. Mir ist es unverständlich, wie korrupte Vereine wie das IOC oder die FIFA immer noch unter dem Deckmantel der Völkerverständigung ihr Geld scheffeln können und dabei sogar noch als Wohltäter dastehen. Ganz im Sinne von „Geben wir den Afrikanern einen Fussball statt faire Handelsbeziehungen. Wenn sie gut damit spielen können, dürfen sie nach Europa, der Rest soll bleiben wo er ist…“
    Bin auch um jegliche Quellen dankbar, die du diesbezüglich kennst.

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