Schweiz bedroht internationalen Finanzmarkt

Screenshot Straftor

In der Schweiz kaum bemerkt, international gefürchtet: die Vollgeldinitiative des Vereins Monetäre Modernisierung. Seit 3 Tagen hält der Artikel „The International Banking System Faces an Existential Threat“ die Top-Position auf der Frontseite des Portals des renommierten US-amerikanischen Nachrichtendiensts Straftor, welcher wegen seinen guten Beziehungen zu den US-Geheimdiensten auch als „Schatten-CIA“ bezeichnet wird. „Eine existentielle Bedrohung für das internationale Bandensystem“.

„If the Swiss proposal catches on around the world, it could shred core business assumptions that have underpinned the banking model over the past three centuries.“

Dass die Initiative wohl kaum eine Chance haben wird, von den Schweizer Stimmbürgern angenommen zu werden, erwähnt der Autor nicht. Sein Fokus ist international und er nimmt „die Idee“, welche die Initiative vertritt, viel ernster, als man das in den Schweiz tut:
„… the idea has begun to gather momentum.“

Als Beleg erwähnt Stratfor die „einflussreiche Studie“ des IWF aus dem Jahr 2012, welche auch die Schweizer Initianten in ihrer Kampagne ins Feld führen und ein Vorstoss im Parlament mit gleicher Stossrichtung in Island:
In 2012, the International Monetary Fund published an influential research paper laying out the case for the proposed system, and in 2015 the Icelandic government commissioned a report on the prospect of undertaking the changes.“

Die Idee, dass künftig Privaten (den Banken) die Geldschöpfung verboten sein soll und dieses Recht (wieder) ausschliesslich der Nationalbank zustehen soll, hält Straftor für eine „Revolution“  und „… nothing less than a nightmare scenario, especially coming on top of all of their existing woes.“ – „… it is hard to think of a time in the past 300 years when the banker’s position in society has been more at risk.“

Wenn die nötigen 100’000 Unterschriften zusammen kommen sollten (was ja inzwischen geschehen ist), wäre die Schweiz  „… set .. on a course to possibly being first to undertake the great experiment.“
Die vermeintlich doch so konservative Schweiz sozusagen als Labor für eine mögliche Weltrevolution. (Dazu auch der Artikel von Matthias Daum in der Zeit: „Hoch lebe Utopia“).
Zum Schluss gewinnt der Stratfor-Artikel diesem „Experiment“ in der Schweiz noch eine positive Note ab:

„Considering the risks involved, adoption in a smaller economy such as Iceland or Switzerland would be a useful test case from a global perspective. It would limit the cost of failure to the global economy while helping establish the best way of adopting the changes should the reforms actually work.“

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