Europa als „Ground Zero“ der Geopolitik 2016?

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Eine erschreckende Sicht von aussen auf Europa: Nouriel Roubini, renommierter Wirtschaftsprofessor aus den USA, äussert den Verdacht, nicht etwa das Chaos im Mittleren Osten oder ein sich verschärfender Konflikt mit Russland oder eine eskalierende Asienkrise rund um den Dualismus China-USA könnten das Hauptproblem der Geopolitik 2016 sein, sondern Europa.

„It is Europe that may turn out to be the ground zero of geopolitics in 2016.“

In seinem Artikel „The Europe Question“ auf „Project Syndicate“ malt Roubini das Scheckszenario einer sich kumulierenden Entwicklung der Krisen um die Immigration/Flüchtlingsproblematik, Grexit, ein darauf folgender Brexit und die Terrorgefahr als Kollateralschaden zur Nahostkrise.

In short, the distance between what Europe needs and what Europeans want is growing, and that gap could spell deep trouble in 2016. The eurozone and the EU are facing multiple threats, all of which call for a collective response. But what we are seeing is its member states increasingly adopting a national approach, thus undermining the possibility of Europe-wide solutions (the migration crisis is a tragic case in point).

Europe needs more cooperation, integration, risk sharing, and solidarity. Instead, Europeans appear to be embracing nationalism, balkanization, divergence, and disintegration.

Ich gehe davon aus, dass Roubini noch keine Kenntnis hatte von den Erschütterungen in Deutschland rund um die Ereignisse von Sylvester in Köln, als er den Artikel schrieb. Würde er noch eine eigentliche Kulturkrise in Europa beifügen?

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