Syrien: Die Mär von den gemässigten Rebellen

Syria TOW anti tank
Saudi Arabien setzt seine Politik der Finanzierung und Bewaffnung der syrischen Islamisten fort. Wie der Spiegel heute berichtet, wollen die Saudis „moderaten“ Rebellen Bodenluftraketen zukommen lassen, welche es ihnen erlauben sollen, russische Flugzeuge und solche der regulären syrischen Armee abzuwehren.

Dass es solche „gemässigten“ Rebellen nicht gibt, belegt heute die Tony Blair Foundation in einer vertieften Studie der wichtigsten 48 Rebellenorganisationen, die in Syrien gegen die Regierungsarmee kämpfen: If the Castle Falls: Ideology and Objectives of the Syrian Rebellion“.

60 Prozent der Rebellenorganisationen sind Islamisten; 33% aller Rebellenkämpfer, rund 100’000 Soldaten, teilen vollumfänglich die Ideologie des Islamischen Staates (IS). Der IS stellt gemäss der Studie nicht einmal einen Drittel der Jihadisten.
Und: die wichtigsten Jihadistenorganisation neben dem IS ist Ahrar al-Sham, der wichtigste Verbündete der Saudis und der Türken. Es dürfte den auch Ahram-al-Sham sein, welche die sehr effektiven neuen Waffen von den Saudis erhalten soll. Ahram-al-Sham arbeitet eng mit einer anderen, der wirklich starken Rebellengruppe zusammen, der syrischen Qaida-Organisation Shabat- al-Nusra.

 

 

This entry was posted in Arabien, Fundamentalismus, Internationale Politik, Jihad, Krieg, Naher Osten, Religion, Saudiarabien, Syrien, Waffenhandel. Bookmark the permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.