Taliban schützt vor iPhone nicht

„Ich bin süchtig danach, das Internet läuft hervorragend darauf.“
Es ist nicht einer der vielen Medien-Kollegen in Zürich oder Basel, der da wiedereinmal über sein Prestige-Spielzeug iPhone schwärmt, sondern Mullah Zaif, der ehemalige Botschafter der Taliban-Regierung Afghanistans in Pakistan.
Amüsiert über diese perfekte kulturelle Unterwanderung des islamischen Fundamentalismus durch die westliche Technik hat Hamish Macdonald, Reporter von Al-Jazeera in Afghanistan, dieses Foto in seinen Blog im Al-Jazeera Fokus „One month in Kabul“ gestellt.

Macdonald merkt aber auch an, dass es „da noch eine sehr seriöse Seite in dieser Sache“ gebe:

Die Taliban und andere (fundamentalistische) Gruppen in Afghanistan und im Irak, seien „unglaublich schnell“ gewesen, die neuen Kommunikationstechnologien zu nutzen, schreibt Macdonald. „Das hat ihnen ermöglicht, ihren Krieg auf vielfältige (sophisticated) Weise zu führen, nicht nur Gewehre und Bomben zu verwenden, sondern auch Botschaften und Propaganda.“
Er sei auf seinen Reportage-Reisen in Afghanistan immer wieder frappiert, wie schnell er Informationen von allen Seite erhalte, auch mit völlig unterschiedlichen Darstellungen über das Geschehen.

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