US Neo-Cons: Neue Hetze für neuen Krieg

Sie haben schon erfolgreich die Kriegstrommel für den Krieg gegen Irak gerührt – die neo-konservativen „Thinktanks“ in den USA. Jetzt tun sie es wieder. Seit Wochen hetzen sie gegen den Iran und für einen Krieg gegen die Mullahs.

Bisher haben die in Washington sehr einflussreichen Köpfe des American Enterprise Institute (AEI) und der Heritage Foundation die Story von der drohenden atomaren Zerstörung Israels gefahren. Jetzt plötzlich, schreibt MJ Rosenberg in seinem Blog, hätten die Neokonservativen einen drastischen Schwenk zur „Wahrheit“ vorgenommen, um eine glaubhafte Begründung für den „notwendigen“ Krieg gegen den Iran zu geben. Danielle Pletka,  Vizepräsidentin des AEI und eine der prominentesten Neokonservativen in Washington habe offen gesagt, was es „mit der aktuellen Besessenheit um das iranische Nuklearprogramm“ wirklich auf sich hat:

                     

Das grösste Problem, sagt  die Neokonservative Vordenkerin, ist nicht, dass der Iran bald Atomwaffen gegen irgendwen EINSETZEN könnte, sondern: dass er die Waffe zwar hat, sie aber NICHT nutzen wird … und Teheran damit beweist, dass der Iran kein gemeingefährliches, Juden-fressendes Monster ist, sondern eine verantwortungsvolle Macht.

Damit gestehen die Neokonservativen offen ein, dass die ganze Hysterie um das iranische Atomprogramm ein propagandistischer Vorwand war und ist, um einen Krieg gegen einen unliebsamen, potentiell mächtigen Konkurrenten vom Zaun zu reissen. Wir hätten alle nicht begriffen, um was es wirklich ging bei dem Konflikt mit dem Iran, schreibt Pletkas Kollege Thomas Donnelly vom AEI im Weekly Standard:
„Wir sind fixiert auf das iranische Nuklearprogramm, während Teheran seinen Blick fest auf den wirklichen Preis ausrichtet: Die Macht am Persischen Golf und im Grossraum des Mittleren Ostens.“

Die Neokonservativen fürchten also das, was die Militäranalysten von Stratfor schon lange voraussagen: Mit dem Abzug der US-Truppen aus dem Irak Ende Jahr, wird der Iran zur dominierenden Macht in Nahost.

Und dies gilt es aus Sicht der Neokonservativen mit dem einzigen Mittel zu verhindern, was noch übrig ist: Ein Krieg gegen den Iran.

MJ Rosenberg erinnert in seinem Blogpost daran, dass wir vor knapp 10 Jahren schon einmal vor derselben Situation standen: Dieselben Thintanks haben 2002 einen Propagandafeldzug für einen Krieg – damals gegen einen andern „Teufel“, Sadam Hussein – im Irak -betrieben, bis dieser 2003 tatsächlich druchgeführt wurde.

Und gleich wie damals, fliessen auch heute wieder Millionen von Spendengeldern nicht etwa zu Präsidentschafts- und Kongresskandidaten, die sich gegen einen Krieg gegen den Iran einsetzen, sondern zu denen, die die die Neokonservative Agenda unterstützen.

Und die grosse Angst ist, das die Obama-Adminstration, getrieben von den perversen Bedürfnissen des Wahlkampfes, bald „Stärke beweist“ und tatsächlich militärisch gegen den Iran vorgeht oder zumindest Israel grünes Licht für einen Militärschlag gibt, der fast unweigerlich zu einem amerikanisch-iranischen Krieg und zu einer grossen Katastrophe führen wird.

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